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DOK Premiere: Die Zukunft gehört uns

Rückblick auf die »DOK Premiere« im November 2014

Mit knapp 130 Besuchern stieß die »DOK Premiere« auf besonders großes Interesse gestoßen. Zu sehen gab es im Ludwigsburger Kino Caligari den Dokumentarfilm »Die Zukunft gehört uns«. Es war eine echte Premiere bevor der einfühlsame und humorvolle Film der Regisseurin Marisa Middleton beim internationalen Filmfestival Amsterdam gezeigt wird. In der Reihe »Junger Dokumentarfilm« im SWR wird er am 19. November ausgestrahlt.

Zur Premiere hatten sich die beiden Protagonisten Hanne-Lore Wittkuhn und Jens Peter Tetzlaff auf den langen Weg von Glücksburg gemacht. Das Publikum feierte sie und den Film frenetisch.

Es liegt sicherlich nicht so nah, dass eine junge Filmemacherin in ihrem Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg zwei rüstige Senioren in den Mittelpunkt stellt. Vorher hatte sie einen Film über Vierzehnjährige und ihre Beziehungen gemacht und deshalb fand sie es spannend, einen Film über Liebe im hohen Alter zu machen. Auch um Alleinstehenden Mut zu machen, sich durchaus auf eine neue Beziehung einlassen zu können. Dafür ist das Paar ideal. Denn sie strahlen viel Lebensfreude aus. Selbst als es kriselt, finden sie zurück auf einen gemeinsamen Weg.

Die Dreharbeiten fanden sie sehr spannend, auch wenn die ständige Anwesenheit des dreiköpfigen Teams Peter Tetzlaff etwas genervt hat. Aber beide finden den Film toll gelungen und er zeige genau ihren Alltag. Hanne Wittkuhn meinte, sie habe den Film das erste Mal richtig konzentriert auf der Leinwand gesehen, denn zu Hause sei man ja immer wieder abgelenkt. Das Publikum genoss den Film und ging hervorragend mit.

An 40 Tagen wurde gedreht. Es kamen rund 100 Stunden Material zusammen. Von daher waren der Schnitt und die Auswahl der Szenen nicht ganz einfach. Dort merkten sie aber auch, wo dann doch vergessen wurde, etwas zu drehen. Beispielsweise, betont Peter Tetzlaff bei der Premiere, seine Funktion als Hundeführer einer Rettungsstaffel. Dies wurde zunächst nicht gedreht und dann hatte er gesundheitliche Probleme und zog sich aus diesen Aufgaben etwas zurück.

Marisa Middleton hatte vor ihrem Filmstudium Psychologie studiert. Dies hilft ihrer Erfahrung nach überall im Leben, nicht nur bei den Filmen. INDI Film Produzent Arek Gielnik betonte die lange Erfahrung, die sie mit dem Format »Junger Dokumentarfilm« haben, denn sie hätten so schon zahlreiche Filme produziert, die dann für einige Erfolge sorgten.

Die DOK Premiere wurde vom HDF zusammen mit Kinokult e.V. und INDI Film Stuttgart organisiert. Gielnik lud danach zu einem Glas Sekt im Foyer, was noch die Möglichkeit bot, sich in kleinen Gruppen über den Film auszutauschen und mit den beiden Protagonisten zu sprechen, die die Aufmerksamkeit schon ein Stück weit genossen.

(Kay Hoffmann)